Trommelzauber - Reise nach Tamborena
Eine abenteuerliche Projektwoche erlebten die Kinder der Teunzer Grundschule vom 26. – 30.01.26. Jeden Tag und bei jeder Witterung wurden die 88 Grundschüler vom Busunternehmen Bauer sicher an die Mittelschule Neunburg gebracht. Aufgeregt und beeindruckt betraten die Schüler am Anfang das Schulgebäude und die „fremde“ Umgebung. Doch spätestens nach dem ersten gemeinsamen „Eintrommeln“, zusammen mit vier Klassen der Mittelschule (5. – 8. Klasse), war die letzte Nervosität abgelegt und es wurde ausgelassen getrommelt und getanzt. Trommelzauberer Thomas Soukou zog alle Kinder aller Jahrgangsstufen sofort mit und löste das „Trommelfieber“ aus. Mit viel Humor, Temperament und mitreißenden Liedern lernte er den Schülern nicht nur Trommeln und Tanzen, sondern brachte ihnen auch die afrikanische Kultur, Sprache und Lebensfreude näher. Das Konzept "Alle trommeln mit" förderte das Zusammengehörigkeitsgefühl, unabhängig von Herkunft oder Fähigkeiten. Es verband interaktiv und integrativ.
Nach dem gemeinsamen morgendlichen Eintrommeln mit allen 180 Kindern, bekam jede Jahrgansstufe eine einzelne Trommelstunde. In diesen Stunden lernten die Klassen neben ihren Trommelrhythmen auch spezielle Tänze. So waren die 1. Klässler die Gazellen, die 2. Klässler die Giraffen, die 3. Klässler die Elefanten, die 4. Klässler die Affen und die großen Mittelschüler stellten die afrikanischen Dorfbewohner da. Hier fand Schulung von Rhythmusgefühl, Koordination und Konzentration durch den spielerischen Umgang mit den Trommeln statt. Durch die Verknüpfung von Sprache, Rhythmus und Bewegung wurde die kognitive und sensorische Entwicklung gefördert.
Zwischen den „Trommelstunden“ lernten die Kinder einiges über Afrika. Besonders schön war auch hier das gemeinsame Lernen der großen Mittelschüler mit den kleinen Grundschülern. Geduldig wurden die Kleinen von „ihren“ neuen großen Freunden begleitet. Egal ob dies bei einem Lesetext, kniffligen Matheaufgaben oder dem lustigen Schneemannbauen in der Pause war, hier konnte das wachsende Selbstwertgefühl auf beiden Seiten beobachtet werden. Auch die afrikanischen Schulesel Paul und Ignatz und der Schulhund Rudi durften sich über viele Streicheleinheiten der Grundschüler freuen. Einen großen Projektpunkt stellte auch die Gestaltung der Bühnenbilder da. So malten und gestalteten große und kleine Hände zusammen afrikanische Tiere, Masken, Landkarten und vieles mehr für die Dekoration der Turnhalle.
Am Freitagnachmittag war es dann soweit und die Eltern durften sich auch von der afrikanischen Trommelwelt verzaubern lassen. Stolz zogen die Kinder verkleidet als Gazellen, Giraffen, Affen und Elefanten, gefolgt von den großen Schülern in die Turnhalle ein. Wobei Turnhalle hier die falsche Bezeichnung ist, denn die Neunt- und Zehntklässler verwandelten die Halle mit den selbstgemachten Kunstwerken aller Schüler in ein afrikanisches Dorf. Als jeder seinen Platz eingenommen hat, reisten die beiden Schulfamilien der Teunzer Grundschule und der Mittelschule Neunburg in das weit entfernte Afrika – und das nicht mit einem Flugzeug, sondern auf musikalische Weise durch ihr Trommelspiel. Trommelzauberer Thomas Soukou führte die trommelnden Kinder und deren Familien mit rhythmischen Bewegungen und Tänzen sowie Spaß durch die Geschichte auf dem fernen Kontinent. Auf dem Weg in das Dorf Tamborena trafen sie auf Löwen, wurden von Kindern aus dem Dorf herzlich empfangen und feierten ein großes Fest mit einem Fußballtanz. Auch die Familien band Soukou in die Aufführung ein und so fand sich manches Elternteil tanzend oder trommelnd auf der Bühnenfläche wieder. Die Kinder präsentierten bei der Aufführung stolz, was sie in ihrer Projektwoche von ihrem Trommellehrer gelernt haben. Dabei erlebten sie sich als Teil einer großen Gemeinschaft und erfuhren, dass sie durch ihren trommelnden und tanzenden Beitrag zum Erfolg des Projekts beitrugen.